Darwin

20 07 2011

Jetzt ist es schon wieder ein Weilchen her seit meinem letzten Eintrag. Viel ist in der Zeit eigentlich nicht passiert, außer dass sich meine Reisepläne ein wenig verschoben haben. Meinen Rückflug von Sidney nach Singapur habe ich nun für einen nicht unerheblichen Betrag um zwei Wochen nach vorne verschoben, womit ich Australien früher verlasse als geplant. So habe ich die Möglichkeit mir noch ein wenig Singapur und Malaysia anzusehen, was ich eh schon sehr lange vor hatte (seit mir damals auf der Full Moon Party auf Koh Phangan von Malaysia vorgeschwärmt wurDSC_0945de).

Daher habe ich mich jetzt dafür entschieden auch von Darwin  nach Sydney zu fliegen und nicht bei jemandem mit zu fahren. Das ganze mache ich jetzt am 23. Juli ganz früh morgens. Somit habe ich in Sydney quasi noch 1 1/2 Tage Zeit bevor es dann nach Singapur am 24. geht. In der Zwischenzeit bis zu meinem Abflug hatte ich eigentlich noch vor bei jemandem mitzufahren und so vielleicht doch noch in den Kakadu NP zu kommen, aber daraus ist leider nichts geworden.

Soweit erst einmal meine weiteren Reisepläne. Was ist sonst noch so passiert? Erwähnenswert ist lediglich der Northern Territory Day, an wem wir am Mindil Beach ein echt langes Feuerwerk genießen konnten. Wer ist wir. Na wieder mal ein Haufen Deutsche plus noch ein paar andere Europäer. Flora aus Frankreich (mittlerweile schon abgereist), Manu aus Italien (abgereist, kommt aber am Freitag wieder), Eva und Marten aus Belgien (schon abgereist) sowie Katharina, Robert und Ralf aus Deutschland (siehe Foto unten). Mit Robert teile ich mir bis heute den Campground und ich habe mich echt gut mit dem Magdeburger angefreundet.

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P.S.  Auf unserm Campground wurde ich fast von einer Kokosnuss erschlagen. Ich saß schön gemütlich neben den Zelten und habe gelesen, als ich nur im Augenwinkel genau neben mir was großes schwarzes herunter stürzen sah. Eine Australierin, die alles mit angesehen hatte, gab mir mit den Fingern auch zu verstehen dass es Haarscharf war. War also quasi ein Glückstag!



Rubber tramp becomes a leather tramp … again

6 07 2011

Auf gut Deutsch: Ich bin wieder auf Ledersohlen unterwegs (auch wenn meine Schuhe eigentlich Gummisohlen haben ^^). Habe am Sonntag erfolgreich mein Auto verkaufen können. Als wir vor ca. einer Woche nach Darwin rein gefahren sind, fiel uns ein kleinerer Parkplatz auf, auf dem ziemlich viele Autos in einer Reihe standen, die zum Verkauf angeboten wurden. Drum entschloss ich mich es auf einen Versuch ankommen zu lassen und fuhr mal hin. Kaum fuhr ich auf den Parkplatz stand schon der erste Interessent am Auto, kurz gefolgt vom nächsten. Als dann der dritte Interessent wieder gegangen war bot mir einer der dreien an das Auto am gleichen Tag noch zu kaufen. Gesagt getan, steckte er mir 50$ Pfand in die Hand und meinte ich solle meinen Kram bis 17 Uhr aus dem Auto räumen und dann würden wir uns in der Stadt treffen. Also fuhr ich schnell zurück zum Campground, räumte meine Sachen raus und fuhr in die Innenstadt. Hier stellte sich heraus, dass diese Person das Auto für zwei Aborigines ausgesucht hatte. Das tat mir jetzt natürlich schon ein wenig leid, da dieses Volk leider nicht für seinen gepflegten Umgang mit Autos bekannt ist. Aber was sollte ich nun machen. Nachdem der Papierkram erledigt war bekam ich das Geld und warf einen letzten Blick auf meinen Schorch … war schon ein wenig traurig! Nachdem mein Hilux nun ca. 5 1/2 Monate mein Zuhause war und mich um ca. 2/3 Australiens getragen hat, viel mir das Abschied nehmen echt schwer. Ich werd mein erstes Auto jedenfalls nicht vergessen und poste hier noch mal ein paar Erinnerungsfotos:

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Bremer Bay                                            Cape Arid NP

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Fraser Island                                          Nullarbor Range

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Mission Beach                                         Esperance

Jetzt heißt es erst einmal überlegen was ich in dem letzten Monat hier mache. Vielleicht fliege ich gleich zurück nach Sydney oder ich fahre noch bei jemandem mit. Wer weiß. Wer hätte ahnen können, dass der Verkauf so schnell vonstatten geht. Grüße aus Darwin!



Litchfield National Park

25 06 2011

Wie bereits erwähnt ging es die nächsten Tage in den Litchfield Nationalpark. Nachdem wir lange hin und her gerungen hatten ob wir vorher noch in den Kakadu NP fahren. Da dieser aber mittlerweile 25$ Eintritt pro Person kostet, man bei ca. 450 km fast ne Tankfüllung verfährt, die meisten 4WD Tracks geschlossen waren und wir von mehreren Leuten gehört haben, dass er nicht so doll sein soll, haben wir uns dagegen entschieden.

Leider waren auch die 4WD-Tracks im Lichtfiel alle geschlossen, aber hier zahlt man wenigstens keinen Eintritt. Nur ca. 130 km von Darwin entfernt ist dieser Park ganz schön von Touristen überlaufen die teilweise nur Tagesausflüge machen. Nichts desto trotz blieben wir hier 3 Nächte, da es fast unsere letzte Sehenswürdigkeit vor Darwin sein sollte. Zu bestaunen gab es hier riesige Ameisenhügel (Magnetic Ants) und zahlreiche Wasserfälle wie die Florence Falls (in denen man auch baden konnte), die Wangie Falls (geschlossen wegen Salzwasser Krokodilen) und die Tolmer Falls (immer geschlossen wegen seltenen Fledermäusen/Flughunden/Wasauchimmer). Auch wenn es nicht so schön einsam wie im Umbrawarra Gorge Nature Park war, so ist die Landschaft trotz allem traumhaft.

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Zusätzlich konnte man auch noch schönen Badespaß mit gefühlten millionen anderen Touris in den Bulley Rock Holes genießen … das Lustige ist eigentlich, dass vom Bulley Rockhole zu den Florence Falls ein lediglich 1,6 km langer Wanderweg führt den wirklich NIEMAND nutzt. Pech der faulen Touris, da er parallel zum mäandernden Fluss verläuft und es noch zahlreiche weitere Rockholes und Wasserfälle gibt. Hier war man dann komplett alleine.

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Während ich die Einträge schreibe sitze ich schon wieder in Darwin, Yassika sind schon abgeflogen und sicherlich schon in Cairns oder Ayr angekommen und mein Auto inseriert. Jetzt heißt es auf potentielle Käufer warten. Grüße aus Darwin!



Umbrawarra Gorge

21 06 2011

Nachdem uns die Touristeninformation in Katherin verkündet hatte, dass so ziemlich alle 4WD-Tracks die wir machen wollten geschlossen sind, wegen der starken Wetseason, empfahl sie uns einen Ausflug in die Umbrawarra Gorge zu machen. Der Weg hier hin war allerdings nur eine unbefestigte Straße, mit kleineren zu durchquerenden Bächen. Es gab sogar ein paar schmerzfreie Franzosen die sich das ganze mit einem Kombi trauten … dieses Volk hab ich echt gefressen ^^

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Na jedenfalls war diese Schlucht ein echt guter Tipp und wir entschlossen uns kurzer Hand einfach zwei Nächte hier zu bleiben. Man kann nicht unbedingt sagen, dass man hier alleine war, aber verglichen mit den folgenden Tagen im Litchfield war es schon einsam 🙂 … man hatte hier wunderbar die Möglichkeit an einem kleinen Sandstrand gegenüber von einer steilen Felswand im kühlen Nass zu baden und sich die Sonne auf den Pelz scheinen zu lassen. Zusätzlich konnte man noch von Stein zu Stein springend weiter in die Schlucht vordringen wo man dann wirklich alleine war … abgesehen von Schlangen und Eidechsen/Leguanen/Waranen/Wasauchimmerdasis ….

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P.S. In Katherine habe ich doch Tatsächlich Peter wieder getroffen, welchen Franzi und ich damals mit nach Fraser Island genommen hatten. Zufälle gibts!



Nitmiluk National Park

20 06 2011

Nachdem wir ca. zwei Tage mit Fahren zugebracht haben und die Temperaturen endlich mit abnehmendem Breitengrad immer weiter kletterten, führte uns unser Weg nach Katherine. Hier hatten wir eigentlich vor eine Kayaktour auf dem Katherine River durch die Katherine Schlucht zu machen (im Nitmiluk Nationalpark), aber leider war imagedurch die starke Regenzeit der Pegel noch zu hoch. Das hatte zur Folge, dass sich noch zahlreiche Salzwasserkrokodile in der Schlucht aufhalten könnten und somit war das Kayakfahren verboten. Drum packten wir die Wandersachen aus und erkundeten die Schlucht einen Tag lang zu Fuß. Unser erster Weg führte über den Windolf Walk zum Southern Rockhole in dem man sogar baden konnte, da dieser natürliche Swimmingpool vom Fluss abgegrenzt ist. Das hält Wasserschlangen allerdings nicht davon ab sich hier zu tummeln. Darauf weißt einen hier allerdings niemand hin … Australier eben … na jedenfalls saß Anika auf ein paar Felsen im Becken und meinte auf einmal, dass da eine Schlange im Wasser wäre. Problem war nur, dass sie an der Schlange vorbei musste um aus dem Wasser zu kommen ^^ … Ist aber alles gut gegangen, da die Tiere ja bekanntlich ziemlich scheu sind. So machte die Schlange um Anika und Anika um die Schlange einen großen Bogen (Anika war echt tapfer!!).

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Danach wanderten wir noch in die zweite Schlucht, die Butterfly Gorge in der es tatsächlich von Schmetterligen nur so wimmelte. Am Fluss angelDSC_1013angt hatte man einen traumhaften Blick in die Schlucht hinein. Hier gönnten wir uns erst einmal unsere Mittagspause. Nachdem wir dann kurz vor Sonnenuntergang zum Parkplatz zurück kamen entschlossen wir uns kurzerhand auf dem dortigen Zeltplatz zu nächtigen. Hier wimmelte es jedenfalls nur so vor Kängurus. Ich sag nur “putzig”"!

Am nächsten Morgen ging es dann zu den Edith Falls welche sich ebenfalls im Nitmiluk NP befinden. Die upper Pools sind echt traumhaft zum baden und ins Wasser springen. Auch im unteren Pool kann man schwimmen. Man wird nur eben von einem Schild darauf hingewiesen dies bitte nicht zwischen 7 Uhr abends und morgens zu tun, da dies die Fresszeit der Freshwater Krokodile ist … HALLLO??? Gehts noch? … auch wenn die Viecher nicht ganz so gefährlich sind wie die Salties (welche sich hier auch hin verirren können), so tut ein Angstbiss doch schon gut weh! Und wieder mal kann ich nur sagen: Australier! Stellt euch das mal in Deutschland vor ^^

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Kings Canyon und Western Macdonnell Range

14 06 2011

Nach dem Uluru – Kata Tjuta Nationalpark ging es wieder in den Norden Richtung Kings Canyon. Dort angekommen entschieden wir uns im Kings Canyon Resort zu Campen, auch wenn es 19$ pro Person kostet – man bedenke, dass man immer noch im Zelt schlafen muss. Wenn man allerdings nur 2 statt 3 Personen angibt kann man schon wieder ein wenig Geld sparen ^^

Na jedenfalls hatten wir so die Möglichkeit den größeren Wanderweg einmal rund um den Canyon zu machen (Rim Walk) und ihn genau zum Sonnenuntergang zu beenden. Wir hätten es kaum für möglich gehalten, aber der Kings Canyon stellte sogar noch den Uluru und die Olgas in den Schatten. Eine Schlucht, so gewaltig wie man sich den Grand Canyon vorstellt, ein natürlicher Swimmingpool, der den Namen “Garden Eden” nicht umsonst  trägt (auch wenn er eiskalt war ^^) und ein Sonnenuntergang der den gesamten Canyon in einem unglaublichen gelb/orange scheinen ließ. Wir sind uns jedenfalls einig, dass der Kings Canyon bei keinem Australien Urlaub fehlen sollte!

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Am nächsten Morgen besorgten wir uns die Genehmigung um über die Mereenie Loop Road (unbefestigte Straße nur für 4WDs) durch Aborigine Gebiet zur Western Macdonnell Range zu fahren. Auch die Gaps, Canyons und Gorges in diesem Gebiet ließen einen wieder nur staunen, auch wenn man nach einer Weile ein wenig übersättigt mit solch krassen Bildern war. Nach einer Nacht in der Western Macdonnell Range ging es dann wieder zurück nach Alice Springs, wo wir unsere Vorräte auffüllten und uns auf gen Norden nach Darwin machten.

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Während ich die ganzen Einträge schreibe sind wir schon knapp 800-900 km nördlich von Alice Springs auf dem Weg nach Mataranka um ein Bad in den heißen Quellen zu nehmen. Gott sei Dank wird es hier oben langsam auch wieder wärmer. Ich freue mich endlich mal wieder die kurze Hose anzuziehen 😉

Liebe Grüße von irgendwo!



Uluru – Kata Tjuta National Park

12 06 2011

Bevor sich einige fragen was ich da für einen Quatsch in die Überschrift schreibe:

Beim Uluru, das dürften die meisten wissen, handelt es sich um den berühmten Eyers Rock. Sicherlich nicht jedem bekannt sein dürfte Kata Tjuta. Hierbei wiederum handelt es sich um die fast noch beeindruckenderen Olgas, eine Kette aus Felsen ähnlich dem Uluru. Ich muss ganz ehrlich gestehen dass ich hiervon bis zu meiner Ankunft in Australien keine Ahnung hatte. Mir wurde aber sofort von mehreren Personen versichert, dass die Olgas fast schöner sind als der Eyers Rock. Nicht zuletzt weil der höchste Felsen auch noch 200 m höher ist als der Uluru, sondern weil man die Möglichkeit hat durch beeindruckende Schluchten zu wandern wie dem Valley of the Winds und dem Walpa Gorge. Unsere Zeit reichte allerdings nur für die Walpa Schlucht, da wir zuvor schon den Uluru umrundet hatten. Fast senkrecht stiegen die Wände links und rechts von uns auf und genau am Ende der Schlucht zeigte sich der Mond, als ob Australien sich für die Kälte entschuldigen würde – echt Majestätisch!

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Aber natürlich möchte ich den Eyers Rock jetzt nicht ganz außen vor lassen. Auch wenn wir die Olgas schöner fanden, so war der Uluru trotz allem beeindruckend. Ein riesen Felsen mitten im Outback ist nicht ohne Grund ein Heiligtum der Aborigines. Nachdem wir im Vorfeld recht ausgiebig darüber diskutiert hatten, ob wir den großen Stein nun besteigen oder nicht, nahm uns das Wetter letztendlich die Entscheidung ab. Der Aufstieg war aufgrund von Windböen geschlossen. Für die Aborigines ist es nämlich Frevel diesen Berg zu besteigen, da von ebendiesem ihre heiligen Gottheiten aus der Schöpfungsgeschichte herab stiegen. Nach ihrer Ansicht dürfte kein Mensch diesen Weg hinauf steigen, aber ebendiesen erklettern hunderte von Touristen jeden Tag (es sei denn er ist geschlossen). Warum also nicht verbieten fragt man sich? Eigentlich befindet sich der Park im Besitz der Aborigines, allerdings mit der Auflage ihn für 99 Jahre an den australischen Bund der Naturschutz Parks zu verpachten. Diese haben also immer noch das letzte Wort, auch wenn der Park rein geschichtlich und auch auf dem Papier den Aborigines gehört. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich ein wenig froh war, dass mir die Entscheidung abgenommen wurde. Zum einen hätte ich ungern die Uhreinwohner beleidigt und zum anderen auch ungern auf den Aufstieg verzichtet.

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Nachdem wir uns einmal den Sonnenauf- und Untergang mit hunderten anderen kamerabewaffneten Touristen angesehen hatten verließen wir den Uluru – Kata Tjuta Nationalpark und machten uns auf zum Kings Canyon. Natürlich nicht ohne ein typisches Sprungfoto vorm Uluru versteht sich ^^

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Eastern Macdonnell Range and Rainbow Valley

10 06 2011

Nachdem wir in Alice ein paar Tage auf einem Campingplatz verbracht hatten, da dass Wetter ziemlich schlecht war, startetet wir nach ca.3 Nächten einen ersten Versuch die Sehenswürdigkeiten der Umgebung zu erkunden. Unser erstes Ziel war hierbei die Eastern Macdonnell Range. Als wir uns allerdings die erste beiden Spots angesehen hatten (Emily Gap und Jessi Gap – siehe erste beiden Fotos) und der bewölkte Himmel alles in ein ekliges grau hüllte und es vereinzelt regnete, entschieden wir uns auch noch die nächsten zwei Nächte in Alice zu verbringen. Es ist einfach angenehmer bei Regen ab und zu ein Dach über dem Kopf zu haben und warm duschen zu können. Letzteres war nämlich auch bitter nötig, da sich die Sonne ca. 3 Tage lang nicht blicken ließ und es nach und nach immer kälter wurde. Da sitzt man nun im Zentrum von Australien und bibbert vor Kälte.

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Nachdem die vom Wetterbericht versprochene Besserung eintrat und die Wolken sich verzogen, machten wir uns auf zum südlich von Alice Springs gelegenen Rainbow Valley. Über einen 24 km 4WD-Track Marke “easy” erreichten wir unseren ersten Campingspot nach unserem langen Aufenthalt in Alice. Fast alleine (nur ein weiterer 4WD) schlugen wir unser Zelt fast am Fuße des Canyons auf. Hier hatten wir die Möglichkeit einen sehr schönen Sonnenunter- sowie Aufgang zu beobachten, welche das Valley wirklich in Regenbogenfarben leuchten ließen. Am nächsten morgen stellten wir allerdings fest, das es durch die sternklare Nacht noch kälter geworden war. Zelt sowie Auto waren komplett vereist. Stellt man sich so das Red Center vor?

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Nachdem wir uns durch die ersten Sonnenstrahlen aufgewärmt hatten ging es dann auf zum Uluru.



From Home Hill to Alice Springs

5 06 2011

Die letzte Woche haben wir die mehr als 2.000 km lange Strecke von Home Hill bis nach Alice Springs zurück gelegt. Unsere anfängliche Idee ein wenig abzukürzen und ab Mt. Isa schräg durchs Outback über den Plenty Highway zu fahren mussten wir leider fallen lassen. Da wir uns nicht unvorbereitet auf eine ca. 900 km Strecke über unbefestigte Straße und 4WD-Track  begeben wollten, suchten wir die Information in Mt. Isa auf und die nette Dame hinterm Tresen zerstörte all unsere Hoffnungen. Durch die Regenfälle der letzten Monate ist die Strecke in einem sehr schlechten Zustand und daher nur für “heavy vehicles” und solche Autos zu empfehlen, die sehr hoch gelegt sind. Da wir es nicht darauf ankommen lassen wollten, nach ca. 400 km an eine Stelle zu kommen, an der wir nicht vorbei kommen und anschließend notgedrungen umkehren müssen, entschieden wir uns für die befestigte Route über Three Ways.

Zu aller erst sei zu sagen, dass das Outback ziemlich grün/gelb ist. Natürlich ist der Boden rot und auch so ziemlich alle Arten von Felsen, aber leider wird alles durch ziemlich üppige Vegetation verdeckt. Was so ein “bisschen” Regen so anstellen kann 😉

Trotz allem gab es auf unserem Weg viel zu sehen, auch wenn die meisten Sehenswürdigkeiten erst hier unten um Alice und auf dem Weg nach Darwin auf uns warten. So führte uns die Reise in den Porcupine Gorge National Park (nein, wir haben keine Stachelschweine gesehen), zu den Camooweal Caves und vorbei an den Devils Pebbles und Marbles.

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Leider ist das Wetter hier unten jetzt nicht so gut und so sind wir erst ein mal auf einem Zeltplatz in Alice Springs gestrandet. Liebe Grüße aus dem Zentrum!



Bowen

26 05 2011

Einen Tag nach meiner Rückkehr nach Airlie ging es dann wieder zurück nach Home Hill bei Ayr, wo Yassine und Anika auf mich warteten (ab sofort abkürzend als Yassika bezeichnet :-)). Auf dem Weg hierhin stattete ich allerdings noch Bowen einen kleinen Besuch ab. In dieser Stadt wurde ein großer Teil des Baz Luhrman Filmes “Australia” gefilmt. Viel ist hiervon jedoch nicht übrig geblieben, da nach den Dreharbeiten alle Kulissen wieder abgebaut wurden. Es handelt sich bei Bowen schließlich um cyclongefährdetes Gebiet, in dem Filmfassaden mitunter gefährlich werden können. Einzig die Fassade eines einheimischen Hauses, welches für die Filmarbeiten genutzt wurde kann im Film wiederentdeckt werden (siehe Foto). Allerdings hat man von Bowen aus noch einen schönen Blick auf die Whitsunday Islands und ein paar schöne Strände zum Schnorcheln nach Korallen.

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Nachdem ich nun schon wieder zwei Tage hier in Home Hill bin geht es nun morgen auf den letzten Roadtrip. Auf diesem werde ich von Yassika begleitet, die ihren Campervan für diese Zeit bei einem Farmer unter stellen. Zurück werden die beiden dann fliegen. Unser Weg soll uns über Townsville, Mount Isa, Alice Springs (und Eyers Rock) hoch bis nach Darwin führen. Da es hierbei durchs Outback geht werden die nächsten Einträge sicherlich auf sich warten lassen. Also Geduld. Ich werde sie unterwegs einfach vorschreiben. Liebe Grüße aus Home Hill und wünscht uns Glück!